In den 20er Jahren dachte man erstmals an eine Kapelle am Mummelsee. In einem Saal des Mummelseehotels wurde um diese Zeit an Sonntagen für Personal und Gäste Gottesdienst gehalten.
Doch erst 1937 konnte die erste Kapelle gleich neben dem Hotel, dort wo der Fahrweg zur Hornisgrinde beginnt, eingeweiht werden. Sie wurde dem Erzengel Michael geweiht, eine beeindruckende Mahnung in einer Zeit in der die Nationalsozialisten immer mehr an Macht gewannen.
In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Touristenstrom an der Schwarzwaldhochstraße und gerade auch am Mummelsee immer größer. Viele wollten am Sonntag den regelmäßigen 11-Uhr-Gottesdienst in der dortigen Kapelle wahrnehmen, und die kleine Kapelle reichte räumlich nicht mehr aus. Pfarrer Kiehnle von Seebach leitete deshalb den Bau einer größeren Kapelle in die Wege.
Auf der entgegengesetzten Seite vom Hotel wurde 1970/1971 dieses Vorhaben ausgeführt. Architekt Franz Fuchs aus Ottenhöfen hat die neue Michaelskapelle gut in die Landschaft eingeplant.
Ca. 100 Sitz- und 150 Stehplätze konnten nun die Gottesdienstbesucher aufnehmen. Am Sonntag um den Michaelstag (29. September) pilgern viele Seebacher in einer Prozession zur Mummelseekapelle, um ein Versprechen am Ende des Krieges zu erfüllen.






