Eine Erweiterung der Antonius-Kapelle auf dem Plättig hatte das Erzbischöfliche Ordinariat in Freiburg Mitte der 50er Jahre abgelehnt, statt dessen einen Abriss des kleinen Kapellchens dort vorgeschlagen. Die Überlegung war, dort an gleicher Stelle der Neubau einer kleinen Kirche zu errichten.
Mit dem Abriss der kleinen Kapelle aber waren die Eigentümer (damals Plättighotelbesitzer Rainer Kern) nicht einverstanden.

Auf Anregung von Dr. Konrad Adenauer wurde deshalb der Gedanke an den Bau einer neuen Kapelle an einer anderen Stelle ins Auge gefasst: Die neue Kapelle sollte auf den herrlich gelegenen „Marienfels“ gebaut werden. Die Erzbischöfe Eugen Seiterich und Hermann Schäufele nahmen die Wünsche von Adenauer an und unterstützten das Bauvorhaben. (Deshalb ist es auch nicht ganz falsch, wenn man auch diese neue Kapelle als „Adenauerkapelle“ bezeichnete, zumal sie am 17. Juni 1960 vom Sohn des Bundeskanzlers Adenauer, Monsignore Dr. Paul Adenauer eingesegnet wurde.) Die Stadt Bühl schenkte ihren „Marienfels“ der Pfarrei Herrenwies und richtete dazu die Zufahrt zum Kirchplatz ein. Im August 1958 wurde mit dem Absprengen des Felsens begonnen, am 26. Oktober wurde der Grundstein gelegt, und am 21. August 1965 wurde die Kapelle (mit 200 Sitzplätzen) von Weihbischof Karl Gnädinger der „Friedenskönigin“ Maria geweiht. Aber auch Nikolaus von der Flüe, der Friedensheilige der Schweiz und der Selige Markgraf Bernhard von Baden, der Kämpfer für den Frieden, sind ihr als Schutzpatrone gegeben worden.




