
Allerheiligenkapelle
Geschichte
Im Jahre 1947 erwarb der Caritasverband der Diözese Mainz in Allerheiligen die beiden im 19. Jahrhundert erbauten Gästehäuser, um eine Möglichkeit der Kindererholung zu schaffen. Gottesdienste wurden in der Hauskapelle, die in den Gästehäusern untergebracht war, gefeiert. Schullandheim; es bestand bis 1989. 1960 baute die Diözese Mainz das neue Gotteshaus Allerheiligen oberhalb der Ruine Allerheiligen. Bis in die 90er Jahre, als in Allerheiligen noch ein Priester wohnte, wurde regelmäßig sonntags Gottesdienst gefeiert, an dem auch Gläubige aus dem Lierbachtal und Ottenhöfen teilnahmen.
Im Jahre 1990 wurden die kirchlichen Gebäude der katholischen Laienmissionsorganisation ICPE (International Catholic Program for Evangelisation) überlassen. Es war ihre erste Niederlassung in Deutschland. Bis 2010 lebte die Gemeinschaft in Allerheiligen, bevor sie andere Wirkungsorte wählte. Die Gemeinschaft ICPE benutzte die Kapelle als Gottesdienstraum und geistlichen Ort.
Im Jahre 2012 wurde die Kapelle privat erworben.
Auf Initiative des „Freundeskreises Allerheiligen“ wurde die Kapelle mit einem Impulsweg und regelmäßigen Gottesdiensten wieder neu belebt. Die Erzdiözese Freiburg hat im Juli 2018 die Kapelle aus dem Privatbesitz erworben. Sie wird derzeit außen und innen renoviert. Weitere Informationen zum Baufortschritt auch unter www.oberes-renchtal.de. Wir freuen uns sehr über eine Unterstützung durch Ihre Spende.
Was gibt es zu entdecken?
Als Baustoff wurde der heimische Sandstein verwendet. Sie ist ca. 22,50 Meter lang und 9,50 Meter breit und bietet etwa 140 Personen Platz. Ein Dachreiter krönt das Satteldach.
Die neue kleine Allerheiligenkirche nimmt auf bescheidene Weise die Bauform der alten hochgotischen Klosterkirche auf: die hochstrebig gezogene Giebelfront, das schnittig gefaltete Dach, den wipfelspitzig daraufgesetzten Dachreiter – Tannenmotive.
Der Name der Kapelle "Allerheiligen" wird im Altarbild sichtbar dargestellt. Das große Tonrelief von Adam Winter (Mainz-Kastel) stellt nebeneinander schwebend-stehend eine ganze Reihe Heiliger dar:
In der Mitte Maria, links neben ihr Johannes den Täufer, daneben Pius der X., Fidelis von Sigmaringen und Maria Goretti, rechts neben Maria: Johannes den Evangelisten, dann Albert der Große, Johannes Don Bosco und Elisabeth von Thüringen. Zwei Erzengel rahmen die Gruppe ein: Links Erzengel Gabriel ( = Mein Held ist Gott) und rechts Erzengel Michael (= Wer ist wie Gott?)
Stille, Schlichtheit und Licht
- 02.05.2022 - LEADER-Plakette für die Allerheiligen-Kapelle übergeben
„Von seiner Geschichte her verbindet Allerheiligen das Rench- und das Achertal“, verdeutlichte Pfarrer Kimmig. Allerheiligen sei der Ort, wo Menschen gemeinschaftlich Spiritualität erleben könnten, meinte Dekan Georg Schmitt. „Solche Brennpunkte wo das Verbindende und Begegnung möglich sind brauchen wir“. Dekan Schmitt: „Wichtig ist die Botschaft, dass in der Kirche nicht zur reduziert, sondern wie hier auch etwas neues entsteht“. Er richtete den Dank an die „ganze Mannschaft“, an die Pfarrgemeinde Oberes Renchtal mit Pfarrer Klaus Kimmig und den Pfarrgemeinderat.
„Allerheiligen ist ein unwahrscheinlich wichtiger Ort und liegt mir in seiner Gesamtheit mit Kultur und Natur sehr am Herzen“, bekundete Bürgermeister Uwe Gaiser. Denn wo sonst liege beides so dicht beieinander. Die Kapelle biete mit der Möglichkeit, sich in der Stille zurückziehen zu können einen Gegensatz zum Rummeltourismus.
„Dass wir das Projekt so erfolgreich und mit Begleitung durch Leader durchführen konnten, daran hat Architekt Michael Wieseler vom Erzbischöflichen Bauamt einen sehr großen Anteil“, unterstrich Pfarrer Kimmig. In lebendigen Worten zeigte Michael Wieseler ausführlich den Werdegang des Projektes von den ersten Gesprächen mit dem Freundeskreis Allerheiligen, dem Sammeln von Ideen und der Entwicklung des Konzeptes sowie der Einbindung von Leader auf. Was sei das Besondere der Kapelle Allerheiligen, was könne sie sein, auch als Kirche im Nationalpark? Bei der architektonischen Umsetzung stand bei jedem Element der Umgestaltung das gemeinsam gewählte Leitwort „Dein Licht erfüllt“ Pate. „Wir spüren, wie Allerheiligen Ihnen sehr viel bedeutet“, meinte Pfarrer Klaus Kimmig gegenüber dem Architekten.
„Es war ein Glücksfall, dass wir den Künstler Klaus Simon begeistern konnten“, zeigte sich Architekt Wieseler überzeugt. Simon schuf aus dem Holz einer Weißtanne die Insignien der Kapelle und gab seiner Arbeit den Namen „Wimmerwuchs“. Dem Künstler lag daran, die Fehler im Wuchs des Baumes herauszustellen: An den Schnittstellen des Holzes ergibt sich dadurch das Bild einer Zwiebel, schön zu sehen gerade an den Stirnseiten des Altars. „Da sind wir schnell bei uns Menschen“, folgerte Wieseler. Die Weißtanne leide unter dem Klimawandel. Der Künstler wolle auch die Frage anstoßen, „was machen wir mit unserer Schöpfung?“. Eine weitere Aussage von Simon: „In jedem Baum tickt eine Uhr“. Architekt Wieseler führte auch diesen Gedanken fort: „Es geht jetzt erst los mit Allerheiligen“.
„Möge Allerheiligen als besonderer spiritueller Ort für viele Menschen ein Ort werden zum Innehalten, zur Begegnung, zur Bildung, zum Entdecken von Gottes Spuren“, formulierte Pfarrer Klaus Kimmig seinen abschließenden Wunsch.
„Den Raum in Stille genießen“, lud Gemeindereferentin Helga Klär die Teilnehmer zum Ausklang der Feierstunde ins Innere der Kapelle ein. Sie las dabei zusammen mit Mitgliedern des Freundeskreises jüngste Zitate aus dem Notizbuch der Kapelle, wie man das Gotteshaus erlebe:
„Was für ein wunderschöner, stimmiger Ort mit seiner Klarheit, Schlichtheit und Natürlichkeit. Danke aus tiefstem Herzen“.
„Hello, wie are right her in this beautiful church, love it, love the complete place“.
„An diesem wunderschönen Ort sind wir nun schon das zweite Mal und immer wieder berührt er mich“.
„Wir haben noch nie eine so schöne, schlicht und natürlich gestaltete Kapelle gesehen. Danke für das Umdenken!“
„Ein wunderbarer Ort, die Stille lebendig durch Schlichtheit und Licht“.
In einer kleinen Feierstunde an der Kapelle Allerheiligen durfte Pfarrer Klaus Kimmig von der katholischen Kirchengemeinde Oberes Renchtal die Leader-Förderplakette für die Renovierung des Innenraums und der Umgestaltung der Außenanlage der Kapelle Allerheiligen in Empfang nehmen. Überreicht wurde sie von Ulrich Döbereiner, Geschäftsführer der Regionalentwicklung Ortenau e.V. und dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Lucas Schaffner.
Übergabe der LEADER-Plakette in der Kapelle Allerheiligen. Vlnr: Uwe Gaiser (Bürgermeister von Oppenau), Helga Klär (Kirche im Nationalpark Schwarzwald), Michael Wiesener (Erzbischöfliches Bauamt Freiburg), Georg Schmitt (Dekan des Dekanates Acher-Renchtal), Klaus Kimmig (Leitender Pfarrer der Kath. Kirchengemeinde Oberes Renchtal), Ulrich Döbereiner (Geschäftsführer LEADER-Regionalentwicklung Ortenau), Lucas Schaffner (Landratsamt Ortenaukreis).
Das Projekt lief unter dem Motto „Innehalten, Begegnung und Bildung am historischen Ort – Kapelle Allerheiligen“ und fand damit seinen Abschluss.
Neben der finanziellen Unterstützung durch die Erzdiözese Freiburg, die Erzbischof-Bernhard-Stiftung und die Bernhard-Friedmann-Stiftung sowie durch viele Spenderinnen und Spender aus der Region leistete die Leader-Regionalentwicklung Ortenau einen Förderbetrag von rund 295.000 €. „Wir freuen uns und sind dankbar für diese großzügige Hilfe aus dem EU-Programm Leader“, sagte Pfarrer Klaus Kimmig verbunden mit einem „Vergelt’s Gott an alle für die engagierte Arbeit und die große finanzielle Unterstützung“.
Neben der finanziellen Unterstützung durch die Erzdiözese Freiburg, die Erzbischof-Bernhard-Stiftung und die Bernhard-Friedmann-Stiftung sowie durch viele Spenderinnen und Spender aus der Region leistete die Leader-Regionalentwicklung Ortenau einen Förderbetrag von rund 295.000 €. „Wir freuen uns und sind dankbar für diese großzügige Hilfe aus dem EU-Programm Leader“, sagte Pfarrer Klaus Kimmig verbunden mit einem „Vergelt’s Gott an alle für die engagierte Arbeit und die große finanzielle Unterstützung“.
„Es ist toll, was da entstanden ist, innen und außen“, befand Leader-Geschäftsführer Ulrich Döbereiner. Er sprach von einem „Leuchtturm-Projekt für Leader, die Kirche und den Nationalpark mit breiter Beteiligung von unten heraus“. Die knapp 300.000 € bedeuteten das bisher größte Projekt der Ortenau Leader-Region. „Vom Ergebnis her sehr überrascht und das nicht nur in der Gestaltung, sondern auch in der Begleitung“, zeigte sich Lucas Schaffner als Vertreter des Ortenaukreises und stellvertretender Vorsitzender des Vereins Regionalentwicklung Ortenau.
„Von seiner Geschichte her verbindet Allerheiligen das Rench- und das Achertal“, verdeutlichte Pfarrer Kimmig. Allerheiligen sei der Ort, wo Menschen gemeinschaftlich Spiritualität erleben könnten, meinte Dekan Georg Schmitt. „Solche Brennpunkte wo das Verbindende und Begegnung möglich sind brauchen wir“. Dekan Schmitt: „Wichtig ist die Botschaft, dass in der Kirche nicht zur reduziert, sondern wie hier auch etwas neues entsteht“. Er richtete den Dank an die „ganze Mannschaft“, an die Pfarrgemeinde Oberes Renchtal mit Pfarrer Klaus Kimmig und den Pfarrgemeinderat.
„Allerheiligen ist ein unwahrscheinlich wichtiger Ort und liegt mir in seiner Gesamtheit mit Kultur und Natur sehr am Herzen“, bekundete Bürgermeister Uwe Gaiser. Denn wo sonst liege beides so dicht beieinander. Die Kapelle biete mit der Möglichkeit, sich in der Stille zurückziehen zu können einen Gegensatz zum Rummeltourismus.
„Dass wir das Projekt so erfolgreich und mit Begleitung durch Leader durchführen konnten, daran hat Architekt Michael Wieseler vom Erzbischöflichen Bauamt einen sehr großen Anteil“, unterstrich Pfarrer Kimmig. In lebendigen Worten zeigte Michael Wieseler ausführlich den Werdegang des Projektes von den ersten Gesprächen mit dem Freundeskreis Allerheiligen, dem Sammeln von Ideen und der Entwicklung des Konzeptes sowie der Einbindung von Leader auf. Was sei das Besondere der Kapelle Allerheiligen, was könne sie sein, auch als Kirche im Nationalpark? Bei der architektonischen Umsetzung stand bei jedem Element der Umgestaltung das gemeinsam gewählte Leitwort „Dein Licht erfüllt“ Pate. „Wir spüren, wie Allerheiligen Ihnen sehr viel bedeutet“, meinte Pfarrer Klaus Kimmig gegenüber dem Architekten.
„Es war ein Glücksfall, dass wir den Künstler Klaus Simon begeistern konnten“, zeigte sich Architekt Wieseler überzeugt. Simon schuf aus dem Holz einer Weißtanne die Insignien der Kapelle und gab seiner Arbeit den Namen „Wimmerwuchs“. Dem Künstler lag daran, die Fehler im Wuchs des Baumes herauszustellen: An den Schnittstellen des Holzes ergibt sich dadurch das Bild einer Zwiebel, schön zu sehen gerade an den Stirnseiten des Altars. „Da sind wir schnell bei uns Menschen“, folgerte Wieseler. Die Weißtanne leide unter dem Klimawandel. Der Künstler wolle auch die Frage anstoßen, „was machen wir mit unserer Schöpfung?“. Eine weitere Aussage von Simon: „In jedem Baum tickt eine Uhr“. Architekt Wieseler führte auch diesen Gedanken fort: „Es geht jetzt erst los mit Allerheiligen“.
„Möge Allerheiligen als besonderer spiritueller Ort für viele Menschen ein Ort werden zum Innehalten, zur Begegnung, zur Bildung, zum Entdecken von Gottes Spuren“, formulierte Pfarrer Klaus Kimmig seinen abschließenden Wunsch.
Stichwort.
„Den Raum in Stille genießen“, lud Gemeindereferentin Helga Klär die Teilnehmer zum Ausklang der Feierstunde ins Innere der Kapelle ein. Sie las dabei zusammen mit Mitgliedern des Freundeskreises jüngste Zitate aus dem Notizbuch der Kapelle, wie man das Gotteshaus erlebe:
„Was für ein wunderschöner, stimmiger Ort mit seiner Klarheit, Schlichtheit und Natürlichkeit. Danke aus tiefstem Herzen“.
„Hello, wie are right her in this beautiful church, love it, love the complete place“.
„An diesem wunderschönen Ort sind wir nun schon das zweite Mal und immer wieder berührt er mich“.
„Wir haben noch nie eine so schöne, schlicht und natürlich gestaltete Kapelle gesehen. Danke für das Umdenken!“
„Ein wunderbarer Ort, die Stille lebendig durch Schlichtheit und Licht“.
Text und Foto: Bernhard Huber
Gottesdienste
Informationen zu Gottesdiensten in der Allerheiligenkapelle finden Sie auf der Seite Gottesdienste in der Nationalparkregion




